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12.04.2010 - Auftaktniederlage in Chemnitz |
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Geschockt und ziemlich ruhig verließ die Rekordkulisse die Richard Hartmann Halle in Chemnitz. Das Geschehene lässt sich ganz gut mit Zahlen auswerten. Wollen wir sehen wie wir uns so ein Stück an die Wahrheit herantasten. Die wichtigsten Zahlen zuerst. 77:54 gewinnen die Hurricanes aus Rotenburg und die Zahlen sagen die Wahrheit. Rotenburg war klar besser. Schon das erste Viertel ging mit 26:13 nach Niedersachsen. Auf Rotenburger Seite lief Britta Hüske heiß.
Vier Dreierversuche in diesem Spielabschnitt und dabei vier Treffer. Im zweiten Viertel fingen sich die Cats in der Verteidigung. Zwar waren die Rotenburger weiter im Lauf, doch machten sie nur 13 Punkte. Die ChemCats ihrerseits konnten aber nicht wirklich einen Nutzen daraus ziehen, bauten kein Selbstbewusstsein auf. Im Gegenteil es wollte weiter nichts klappen. Völlig freie Korbleger nach Ballgewinnen im Fastbreak oder auch nach gut gespielten Halbfeldangriffen wurden ohne Ringberührung verworfen. Von der Freiwurflinie war es gerade einmal ein Treffer bei acht Versuchen. Dies setzte sich in Halbzeit zwei nahtlos fort. Die Cats kämpften oder besser quälten sich auf sechs Punkte ran, trafen dann aber den nächsten freien Wurf nicht und Rotenburg antwortet kühl. „Ich glaube wir hatten zuviel Angst zu verlieren. Wir hatten uns gut vorbereitet und wussten, dass es kein 49 Punktespiel wird. Aber die Angst hatte uns fast gelähmt. Anders sind diese Aussetzer auch von Schlüsselspielern nicht zu erklären“, so Coach Raoul Scheidhauer circa fünf Stunden nach Spielende und der ersten Videosession. Und da kommen wir mit den nächsten Zahlen. Jana Heinrich und Danielle Ward brachten jeweils nur drei Punkte auf die Tafel. Schossen dabei jeweils 1 für 9 aus dem Feld und zusammen 2 von 6 von der Freiwurflinie. Dabei waren beide bemüht, allein die Hand zitterte. Laura Dinkins blieb auch unter ihren Möglichkeiten, allerdings war dies zu erwarten. „Laura hat die letzten anderthalb Wochen auf Grund einer Verletzung nicht mehr trainiert. Und diese Verletzung hat sie immer noch stark behindert, jedoch konnte keiner für sie einspringen, spätestens als sich dann auch noch Cassy verletzte.“ Und wieder können Zahlen diese Aussagen belegen. Zwei Rebounds für Laura Dinkins, das ist mehr als außergewöhnlich. Cassady Moore spielte meist drei Minuten und musste wieder gewechselt werden. Kurze Behandlung vom Physiotherapeuten und dann wieder rauf. „Cassy war, wenn sie auf dem Feld war meist die Beste. Aber ich musste sie auch immer runter nehmen um ihr Knie behandeln zu lassen. Das hat jeden Rhythmus verhindert.“ Das am Ende eine 23 Punkteniederlage steht, lag am Harakiri Stil der letzten Minuten. Die Cats haben alles versucht, blieben aber passend zum Spiel glücklos. Die höhere Risikobereitschaft nutzte Rotenburg um ihrerseits den Vorsprung auszubauen. Um das Zahlenspiel zu beenden. Die Cats verlieren die Rebounds 33:28 und trotz vieler Fehlwürfe nur acht Offensivrebounds. Am Korb treffen sie nur 11 von 35. An der Dreierlinie zitterte die Hand mit 3 von 16. An der Freiwurflinie lagen bei 7 von 18 und gar nur 1 von 8 in Halbzeit eins die Nerven förmlich blank. „Wir können in Rotenburg nur noch gewinnen. Verkrampfter und ängstlicher und damit auch schlechter können wir nicht spielen.“ Wünschen wir Jana Heinrich, Cassady Moore und Laura Dinkins gute Besserung. Alle drei werden bis auf weiteres nicht trainieren, die Befunde stehen noch aus. Für die Mannschaft heißt es Kopf hoch, schlimmer geht’s nimmer. |