www.chemcats.de

15.04.2010 - Halbfinale die Zweite PDF Drucken E-Mail

Am liebsten wären die ChemCats schon am Sonntagabend nach Rotenburg aufgebrochen um zum Rückspiel anzutreten. Aus den meisten Gesichtern war die Enttäuschung schnell gewichen und der Kampfgeist geweckt. Am Ende ist auch nichts völlig Unglaubliches passiert. Die ChemCats waren in ihrer Playoffpremiere als Tabellenzweiter dem Tabellendritten unterlegen, der den Cats schon zu Beginn der Saison einen Sieg abgerungen hat. „Wir hatten Angst zu verlieren und so die Rotenburger zum Gewinnen eingeladen.

Die haben gut gespielt und die Chance genutzt. Ich gehe davon aus, dass dies nicht noch einmal so einfach wird“, bewertete Co-Trainer Andreas Oehm ruhig und sachlich die Lage schon kurz nach dem Spiel.
Inwieweit sich die ChemCats revanchieren können, ist derzeit noch unklar. Taktische Veränderungen sind laut dem Trainerteam nicht nur unnötig sondern schlicht auch unmöglich. „Wir haben mit dieser Spielweise 16 von 18 Saisonspielen gewonnen und dabei im Schnitt knapp 32 Punkte mehr erzielt als der Gegner. Die Mädels haben das System verstanden, gegen Rotenburg nur zu gehemmt gespielt“, so Trainer Raoul Scheidhauer. „Zudem wäre es im Moment völlig unmöglich etwas zu ändern. Wir trainieren ohne Cassy, Laura, Danielle, Jana und Nadine. Selbst wenn ich wollen würde, ich könnte gar nicht.“
Die angesprochenen Ausfälle rücken die angestrebte Revanche natürlich in ein völlig anderes Licht. Cassady Moore verletzte sich bei einem Kontakt im letzten Spiel am Knie. Der Arzt wird mit ihr die Risiken für das Wochenende besprechen, an Training ist nicht zu denken. Laura Dinkins arbeitet weiter mit dem Physiotherapeut an dem Comeback nach der Sprunggelenksverletzung und möchte nicht nochmals so gehemmt agieren (nur 2 Rebounds). Danielle Ward zog sich einen akuten Schiefhals (Hexenschuss in der Halswirbelsäule) zu und ist ebenso nicht im Training wie Kapitän Jana Heinrich die ihre Grippe weiter kuriert, die sie seit 2 Wochen um den Schlaf und den Atem bringt. Nadine Schrutka, mit 7 Punkten einer der wenigen Lichtblicke im letzten Spiel, hat eine Entzündung im Fußgewölbe und wechselte somit auch in die „Trainingsgruppe“ von Physiotherapeut Ralf Fuhrmann.
„Wenn wir unter diesen Umständen am Wochenende unser Spiel auf das Feld bringen, ist das ein Sieg für die Mannschaft egal ob das zum Ausgleich in der Serie reicht.“
Die Cats geben sich also kämpferisch und werden die bis dato so erfolgreiche und schöne Saison nicht so einfach aufgeben.

 

Mediathek