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27.04.2010 - Finaleinzug für die ChemCats PDF Drucken E-Mail

Trotz Traumwetter am Sonntag war die Hartmann Halle in Chemnitz sehr gut gefüllt. Auch wenn die Anwesenden erst 2 Stunden später wussten, dass sich der Besuch gelohnt haben sollte. Die Dramaturgie war wie geschaffen für das Publikum und das übertragende Sachsen Fernsehen. Die Partie wurde von Beginn an intensiv geführt.

In den ersten fünf Minuten waren die Cats klar Spiel bestimmend aber sie konnten dies nicht auf die Anzeigetafel bringen. Sie verlegten Korbleger und trafen die Freiwürfe nicht. Bei Rotenburg trafen dann mit Kathi Wohlberg und Carey Schwarzer nicht die üblichen Verdächtigen von der Dreierlinie, aber der Effekt blieb der Gleiche, das Viertel ging mit 12:14 an die Hurricanes. Im zweiten Viertel blieb das Spiel der Rotenburger gefälliger und flüssiger, Chemnitz mühte sich nur. Cassady Moore und Laura Dinkins kämpften aber glücklos. Zusammen trafen sie nur 5 ihrer 25 Wurfversuche. Dies und auch die Foulbelastung bei Danielle Ward verhinderten jeden Rhythmus. Ein 6 Punkte Rückstand (29:35) zur Pause war die Folge. Nach der Halbzeit wendete sich das Bild dann völlig. Die ChemCats verteidigten nicht nur hart sondern spielten auch endlich Basketball. Fastbreaks nach Ballgewinnen. Freie Würfe nach gelungenen Angriffen und schnell war nicht nur der Rückstand aufgeholt, sondern auch die Führung hergestellt. 41:35 für Chemnitz nach 4 Minuten im dritten Viertel. Überragend zu dieser Zeit war Kapitän Jana Heinrich. Einen kurzen Zwischenspurt fing dann Christina Schnorr fast allein ab. Danielle Ward nutzte ihre Zeit auf dem Feld nun besser. Laura Dinkins und Cassy Moore kamen auch besser ins Spiel. Alles passte als man den Ball laufen lies und alle eingewechselten Spieler hielten das Level hoch. Die Hurricanes gaben zwar sicher nie auf, hatten aber doch immer weniger entgegenzusetzen. Nur 7 Spielerinnen konnten anreisen und damit fehlten vielleicht auch die Pausen für die Leistungsträger. Am Ende steht ein sehr überzeugender 80:61 Erfolg als Vorraussetzung für den verdienten Finaleinzug. „Das Spiel war intensiv und die Kulisse fantastisch. Der Gegner hat eine sehr starke Serie geboten und alle Spiele waren auf einem sehr guten Niveau. So soll das in den Play offs sein,“ freut sich der Trainer Raoul Scheidhauer. Das Teamspiel den Erfolg bringt zeigen nicht nur die zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten, sondern auch die Statistiken. 5 Cats punkten zweistellig und das überzeugende war vor allem das Auftreten des gesamten Teams. Schmerzlich war am Ende für die Cats die Spielminuten 34. Sinnbildlich dafür das schmerzverzerrte Gesicht von Cassy Moore. Sie verletzte sich ihren Knöchel schwer. Mary Ann Mihalyi und Gina Groß sorgten zwar weiter sehr gut für die Spielkontrolle, jedoch wird Cassy wohl mindestens für das erste Finale ausfallen.

Dinkins (20), Groß (0), Heinrich (19), Mihalyi (2), Moore (12), Schmidl (dnp), Schmidt (0), Schnorr (11), Spothelfer (2), Ward (14)

ChemCats – Rotenburg 80:61 (29:35)

 

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