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Mit einem 65:60 in der Tasche kehrten die ChemCats am frühen Montagmorgen aus Osnabrück zurück. Auch ohne die verletzte Spielmacherin Cassady Moore konnten sie sich so in der „Best of Three“ Serie mit 1:0 in Führung bringen und haben damit zwei Matchbälle. In Halbzeit eins agierten die Katzen etwas zu sehr wie zahme Stubentiger. In der Verteidigung ließ man den heimischen Panthers zuviel Platz. Diese nutzten das im ersten Viertel zu einer 8 Punkte Führung (4:12) und nach einem
zwischenzeitlichen Spurt der ChemCats (19:18) nochmals zum 19:31 in der sechsten Minute im zweiten Viertel.
Bis dahin hielten Danielle Ward und eine überragende Nadine Schrutka die Cats in der Offense fast im Alleingang im Rennen. 30:37 hieß der Pausenrückstand. Wie schon letzte Woche kehrten die ChemCats dann völlig verwandelt aus der Pause zurück auf das Feld. Schon nach drei Minuten war das Spiel mit einem 8:0 gedreht und die Cats in Führung. Die Offensive blieb weiter durchwachsen, zwar konnte sich Laura Dinkins nun mehr einbringen, aber der große Unterschied lag in der Intensitätssteigerung in der Verteidigung. Auch dort ging die Amerikanerin voran und legte Kathleen Snodgrass an die Leine. Einzig Steffi Grigoleit konnte noch dagegen halten. Jetzt zeigten die ChemCats jedoch, dass sie als Mannschaft gewachsen sind und auf dem Punkt in der Lage sind Bestleistungen zu vollbringen. Danielle Ward erreichte ihre Saisonbestleistung mit 20 Defensiverebounds. Die 15-jährige Mary Ann Mihalyi brachte bei ihrem Debüt in der Startformation ihre Saisonbestleistung mit 5 Punkten auf das Parkett. Nadine Schrutka steuerte sogar 15 Punkte bei. Christina Schnorr war Hauptakteurin in der Aufholjagd zu Beginn der zweiten Halbzeit. Gina Groß behielt am Ende die Nerven, verwandelte sicher die zugesprochenen Freiwürfe und verwaltete in der spannenden Schlussphase auch absolut sicher den Ball. Das Trainerteam war nach dem Spiel, so wie das gesamte Team und die mit- bzw. nachgereisten Fans sehr zufrieden, allein die hohe Anzahl Ballverlusten sah man als Problem. Als äußerst angenehm wurde von allen Seiten die sehr faire Atmosphäre in der Halle empfunden. „Die Halle war laut und die Stimmung, wie es im Finale sein muss. Am Ende hat man uns gratuliert,“ hieß das Fazit von Andreas Koch, seines Zeichens Cheftrommler der Katzen.
Für die Cats: Dinkins (17), Groß (4), Heinrich (4), Mihalyi (5), Schmidl (dnp), Schmidt (2), Schnorr (2), Schrutka (15), Spothelfer (0), Ward (16). Osnabrück – ChemCats 60:65 (37:30) |