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10.05.2010 - ChemCats beenden die Saison 2009/10 als Meister der 2.DBBL Nord PDF Drucken E-Mail

Foto: Peter ZschageDie Fans in der Chemnitzer Richard-Hartmann-Halle, die Zuschauer von Chemnitz Fernsehen und im Interner haben ein unglaubliches Finale gesehen. Ein Finale, das diesen Name wirklich verdient hat. Begonnen hat alles recht harmlos. Nach nervösem Start beider Teams, fanden zunächst die Osnabrückerinnen ins Spiel.

Zwar reichte es zur Führung der Cats nach dem ersten Viertel (20:14), aber die Panthers waren da. Zum Ende der ersten Halbzeit stand es also folgerichtig unentschieden (31:31). Im dritten Viertel bahnte sich dann ein Desaster für die Cats an. Statt wie zuletzt das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen, wirkten sie im Angriff völlig hilflos. Einzig der bis dahin akzeptablen Verteidigung war es zu verdanken, dass man das Viertel nur (6:15) verlor.
Wie schon die ganze Saison war die Defense die Basis für den Erfolg für die ChemCats. Frei nach dem viel zitierten Motto „Offense wins games and defense wins championships“, versuchten die Cats alles für ein Comeback. Fünf Minuten brachten nun die Osnabrücker keine Punkte an die Tafel. Die Cats nutzten aber nie konsequent ihre Chancen zur Aufholjagd, weil die Hand an der Freiwurflinie zitterte (1 Treffer bei 6 Versuchen). Aber die Intensität in der Verteidigung blieb hoch. 26 Sekunden vor Schluss hatten die Cats Ballbesitz nachdem Cassy Moore an der Freiwurflinie zum 50:53 verkürzte. Jana Heinrich bekam den Ball frei an der Dreierlinie und „Swoosh“ 53:53. Die Halle rastete aus. Osnabrück blieb noch ein Angriff und nach einem Defensefehler bekam Osnabrück zwei Sekunden vor Schluss die Chance das Spiel an der Freiwurflinie zu entscheiden. Aber die Halle schrie die Bälle wieder aus dem Korb und so hatten die Cats die Verlängerung erreicht. Auch dort startete Osnabrück überzeugender und führte 55:59 in Minute 43. Cassy Moore hauchte mit einem Dreipunktspiel wieder Leben ein. Eigentlich konnte Cassy gar nicht spielen, mit einem Meniskusanriss im rechten Knie und einen zu Beton getapten linken Knöchel. Aber im Finale geht wohl alles. Danach netzte wieder Jana Heinrich ein und Osnabrück wankte. Als Laura Dinkins dann noch Katie Snodgrass den Ball klaute und Judith Schmidt den Fastbreak vollstreckte standen alle Kopf. Die Chemnitzerinnen zeigten bei den letzten Freiwürfen keine Nervenschwäche und so ging der Schlusspfiff im grenzenlosen Jubel unter.
Sicherlich war Glück dabei, aber das war schwer verdient. In allen der letzten drei Spiele konnten die ChemCats nach einer Schwächephase das Spiel wieder drehen. Zeigten jedes Mal den richtigen Einsatz und keine Nervenschwäche in den entscheidenden Phasen. Das ist kein Zufall oder Glück sondern das Resultat harter Arbeit, so kann man von einem wohl verdienten Meistertitel sprechen.
Der Verein Basketball 4 Girls gratuliert den Osnabrück Panthers zu einer starken Saison und einem grandiosen Finale.

 

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