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25.05.2010 - Die Zahl 1 und die ChemCats PDF Drucken E-Mail

Foto: Peter ZschageLasst uns orakeln! Im Jahr 1 nach der Neugründung und den Neuanfang in der zweiten Liga sind die ChemCats zurück in Liga 1. Als jüngstes Team der Liga stiegen sie in die Saison ein. Im ganzen Verein wusste niemand genau wo dies endet. Wie oft die Zahl 1 im Fazit auftritt, ist interessant. Die besondere Beziehung zur Zahl 1 begann schon am Spieltag 1.

Man unterlag im Spiel 1 in Rotenburg und der Rückstand betrug damals 1. Danach fingen sich die ChemCats schnell wieder und gleich im Heimspiel Nummer 1 gewannen die ChemCats mit 91 Punkten Vorsprung (106:15) und setzten damit ein erstes Ausrufezeichen. Den Gästen aus Bonn gelang damals in der zweiten Halbzeit genau 1 Korb. In der gesamten Hinrunde blieb es auf der Seite Niederlagen bei 1 und kurz vor Weihnachten konnten sich die ChemCats für diese mit einem 90:41 bei Rotenburg revanchieren. Kurz vorher schied man noch nach einem ansprechenden Spiel gegen den Erstligisten Freiburg im Pokal aus, damals fehlte verletzungsbedingt die etatmäßige 1 (Aufbauspielerin im Basketball). Auch in der Rückrunde gab es 1 Niederlage. Am 18. Spieltag verloren die ChemCats in Osnabrück und somit stand es zwischen den beiden Mannschaften im direkten Vergleich 1:1. Das bessere Korbverhältnis für Osnabrück hieß dann am Ende der regulären Saison für die ChemCats „nur“ Platz 2. Zum Auftakt der Play offs unterlagen die ChemCats dann wieder im Spiel Nummer 1, den Hurricanes aus Rotenburg und es gab nicht wenige Skeptiker, die nach dieser Niederlage schon das Saisonende vorhersahen. Doch die Cats kamen stark zurück. Mit einem 82:55 Sieg in Rotenburg und einem 80:61 in Chemnitz, welches ein starkes Comeback nach Halbzeitrückstand beinhaltete, qualifizierten sich die ChemCats für das Finale. Was da noch keiner wusste, genau diese mentale Stärke und damit die Fähigkeit zurückzukommen, sollte in den Play offs die Stärke Nummer 1 der jungen Mannschaft werden. Dort trafen sie auf den Tabellenersten Osnabrück. Gleich in Spiel 1 stahlen sie aber Osnabrück mit einem 60:65 Auswärtssieg den Heimvorteil. Auch in diesem Spiel kamen die Cats nach einem 9 Punkte Halbzeitrückstand zurück und gewannen das Spiel dann zwar knapp, aber am Ende souverän, weil gerade an der Freiwurflinie die Nerven hielten und im letzten Spielabschnitt nur 1 Freiwurf von 8 vergaben. Und das alles ohne Cassady Moore (1), die sich im letzten Halbfinalspiel eine schwere Knöchelverletzung zuzog. Im zweiten Finalspiel hatten die ChemCats Matchball 1 zu Hause. 46:37 lagen die Cats zu Beginn des letzten Spielabschnittes zurück aber wieder kämpften sie sich ins Spiel zurück und glichen kurz vor Schluss aus (53:53). In der Verlängerung behielten die ChemCats die Oberhand, sicherten sich die Meisterschaft und sind somit im Jahr 1 zurück in Liga 1. Vor allem die Verteidigung war der Schlüssel, da waren die ChemCats mit Abstand die Nummer 1 der Liga. Damit hat sich die Mannschaft für eine tolle Saison, aber auch ein ganzer Verein für seine gute Arbeit belohnt. Denn was abseits des Feldes geschah, war der größte Kraftakt. Eine Zahl steht dabei besonders eindrucksvoll für das Engagement und die solide Arbeit. Die Mitgliederzahl im neuen Verein stieg im Verhältnis zum Vorgänger um 111% (Stand: 17.05.10).
Zufrieden kann man mit der Verstärkung sein. Das athletische Trio aus den USA machte meist den Unterschied. Laura Dinkins war mit Abstand die stärkste Spielerin in Sachen Offensivrebound der Liga und auch Topscorerin der ChemCats 09/10. Danielle Ward war die beste Rebounderin der Liga und entschied Spiele allein durch ihre Präsenz unter dem Korb. Cassady Moore hat spätestens mit den hervorragenden Halbfinalspielen und den Wahnsinnsauftritt im letzten Finale ihre Verpflichtung gerechtfertigt. Trotz schwerer Knöchelverletzung und Meniskusanriss rief sie eine sensationelle Leistung ab. Rückkehrerin Jana Heinrich hat sich als Kapitän besonders abseits des Feldes als wertvoll erwiesen. Gelang es ihr doch, mit ihrer Erfahrung dem Nachwuchs eine Brücke Richtung Profis zu schlagen. Dass es auf dem Platz auch stimmte, zeigte sie auch im letzten Finalspiel als Topscorerin und mit einem Zauberdreier zur Verlängerung. Dass man die ChemCats aber nicht nur auf diese 4 Leistungsträger reduzieren darf, zeigte nicht nur die Saison der 17 jährigen Anna Lena Spothelfer. In der Vorsaison kam sie noch auf keine 4 Punkte in der Oberliga, jetzt reichte es auch in engen Spielen teilweise zur Starterin. Die erst 17-jährige Christina Schnorr wird schon fast selbstverständlich als Leistungsträgerin gesehen. 27 Minuten stand sie vor allem wegen ihrer Verteidigung im Schnitt auf dem Feld. Sie und nicht die „Importe“ war dabei aber Hauptakteurin als es im dritten Halbfinalspiel und dem ersten Finalspiel darum ging das Spiel zu drehen. Die 15 Jährige Mary Ann Mihalyi musste im ersten Finalspiel als Bestandteil der „Ersten Fünf“ den Aufbau übernehmen. Zeigte dabei nicht nur ihre beste Saisonleistung sondern markierte im letzten Viertel 5 Punkte. Die vor der Saison gekommene Judith Schmidt (17), machte wohl ihr bestes Spiel im letzten und entscheidenden Finale, als sie sowohl das letzte Viertel als auch die Verlängerung fast komplett auf dem Feld stand. So haben also sowohl die Profis die Erwartungen als Leistungsträger absolut erfüllt als auch der Nachwuchs die Chance genutzt.
Die ChemCats bedanken sich für eine tolle Saison und freuen sich so auf neue Aufgaben im Jahr 1 in Liga 1.

 

 

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