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Unsere drei Jugendnationalspielerinnen Judith Schmidt, Mary Ann Mihalyi und Christina Schnorr bereiten sich momentan auf die U18 EM in Rumänien vor (27.7. - 09.08.). Neben dem harten Training bei diesen mehr als hochsommerlichen Temperaturen, blieb aber auch noch etwas Zeit, um uns ein paar Fragen zu beantworten. Hier ist Teil eins der Interviewserie.
Deine wievielte EM spielst du? Wie viele Länderspiele hast du schon für Deutschland absolviert? „Das ist jetzt meine aller erste EM, und ich hab’ ungefähr 9 Länderspiele absolviert, teilweise gegen die gleichen Länder. „
Was ist das für ein Gefühl, für Deutschland zu spielen bzw. aufzulaufen? „Es ist aufregend und spannend und ich freu mich total im Team zu sein. Ich bin stolz, Deutschland zu vertreten und mir ist die Verantwortung bewusst, dass die anderen Nationen in mir „die Deutschen“ sehen.“
War die Nationalmannschaft schon immer dein Ziel? „Eigentlich ja. Natürlich gab es einige unglückliche Momente, wo ich was anderes gesagt und gedacht habe.“
Was ist in der Nationalmannschaft anders als im Verein? „Die Mitspieler sind anders, einige Systeme sind anders, die Trainer sind anders, die Umstände sind anders, die Erwartungen von anderen oder von sich selbst sind anders, und manchmal ist man selbst etwas anders, da die Aufgaben die man im Verein und in der „Natio“ halt nicht die gleichen sind.“
Was ist Euer Ziel für die EM in Rumänien (Team und persönlich)? „Als Team wollen wir unbedingt aufsteigen in die A-Gruppe. Ich persönlich möchte mein Allerbestes geben, meine Aufgaben so gut ich kann erfüllen, Spaß haben und diese riesige Erfahrung auskosten, und so viel wie möglich lernen.“
Wie läuft die Vorbereitung? Macht sie Spaß? Ist es anstrengend? Gibt es etwas Besonderes? „Die Vorbereitung läuft, sie macht Spaß, weil es so schön ist, auf viele verschiedene Nationen zu treffen und andere Menschen kennen zu lernen. Anstrengend sind die Reisen mit den Wartezeiten und so weiter. Ganz besonders ist, dass ich mir keine Sorgen um meine glutenfreie Ernährung machen muss!!! Und, dass wir eingekleidet werden und die Fahrtkosten übernommen werden!!!" Wie geht es für Euch nach der EM weiter? Ziele in der neuen Saison? „Nach der EM geht die Saison gleich wieder los, und ich persönlich möchte einen weiteren Schritt nach vorne machen: mehr lernen, mich weiterentwickeln und mit dem Team Spiele gewinnen.“ Wo liegen deine persönlichen Stärken und Schwächen? „Eine meiner Stärken ist mein Wurf. Und meine größte Stärke ist, dass ich über meine Schwächen nicht rede. Darüber weiß mein Trainer am besten Bescheid.“
Du bist seit einem Jahr in Chemnitz und startest sportlich voll durch (Bundesliga, Sprung in die U18-Nationalmannschaft geschafft) - wie fühlst du dich? War die Umstellung schwer? „Ich fühle mich super – Chemnitz ist mein zu Hause! Die Umstellung war nicht schwer! Alle haben es mir total leicht gemacht. Besonders die „Chemnitzer Basketballfamilie“ war immer da, wenn ich sie brauchte – auch als ich krank war. Ganz neu und echt spannend war für mich das Zusammenspielen mit amerikanischen Profi-Spielerinnen.“
Was ist anders als zu Hause? Was vermisst du? „Zum Glück ist so vieles anders als zu Hause, weil ich nicht vorhatte, immer das Gleiche zu erleben! Das Einzige, was ich manchmal vermisse, ist unser riesig großer Garten und die Ungestörtheit, wenn ich darin bin.“ |