Chronik des Damenbasketballs in Chemnitz
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Saison 2010/2011 Zurück in Liga 1 starteten die Cats um Trainer Raoul Scheidhauer mit zwei großen Überraschungen in die Saison. Mit den Siegen gegen Oberhausen und Halle hatte vor Saisonbeginn keiner gerechnet. Zum Glück hatte man diese zwei Siege sicher, denn danach folgte eine lange Durststrecke von 7 Spielen ohne Sieg. Ganz besonders bitter und wahrscheinlich der Knackpunkt war die äußerst unglückliche Niederlage gegen den späteren Meister aus Wasserburg. Lange konnte die Partie dominiert werden bis sich die Gastgeber in letzter Sekunde den Sieg mit einem Punkt Vorsprung sicherten. Von da an hieß es Abstiegskampf pur und dieser sollte noch bis zur allerletzten Sekunde der Hauptrunde andauern. Mit dem Rücken zur Wand begannen die Katzen um Biranne O'Rourke, Melissa Jeltema und Henna Salomaa am drittletzten Spieltag eine kleine Siegesserie, allerdings verliefen die anderen Spiele nicht im Sinne der Cats und so war man am letzten Spieltag auf Schützenhilfe aus Donau-Ries angewiesen, man hatte keine Chance bei einem eigenen Sieg die Klasse zu halten. Das Spiel gegen Herne gewannen die Katzen deutlich von da an gingen die bangen Blicke nach Leipzig. Die Gastgeberinnen führten kurz vor Schluss der Partie bereits mit 5 Punkten. Dieses Ergebnis wäre gleichbedeutend mit dem Abstieg der Cats gewesen. Doch noch dauerte die Begegnung eine Minute und Donau-Ries kämpfte sich bis zum Unentschieden heran. Als alle schon mit einer 5-minütigen Verlängerung rechneten, traf Donau-Ries zum 71:69 und Chemnitz somit zum Klassenerhalt. Ebenfalls viel Grund zur Freude hatte das Team in der Nachwuchsbundesliga (WNBL) um Neutrainer Toni Dirlic. Die junge Mannschaft kämpfte sich bis in das Top 4 vor und belegte am Ende einer langen Saison einen tollen 4. Platz.
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Saison 2009/2010 Nach der Neugründung des Vereins und damit verbunden einem Start ins Ungewisse, konnte Trainer Raoul Scheidhauer in der 2. DBBL Nord seinem Team recht schnell die neue Richtung vorgeben. Die Auftaktniederlage gegen Rothenburg war schnell vergessen, als das Team um Kapitän und Heimkehrer Jana Heinrich fast alle weiteren Hauptrundenspiele für sich entscheiden konnten. Einzige Ausnahme bildet das Duell gegen den späteren Finalgegner zum Aufstieg in die 1. DBBL - Osnabrück. So standen sich die beiden besten Teams im Finale (mit jeweils nur drei Niederlagen über die gesamte Saison) gegenüber. Ein erstes Ausrufezeichen setzte das junge Team im ersten Finalspiel in Osnabrück, welches vor einer beeindruckenden Kulisse gewonnen werden konnte. Einen wahren Krimi bot das zweite Finalspiel. Während sich die Zuschauer und alle Beteiligten bei noch zwei verbleibenden Spielminuten und sieben Punkten Rückstand der Cats schon auf ein drittes Spiel einrichteten, zeigten unsere Katzen noch einmal die Krallen und erzwangen eine Verlängerung. Diese brachte die Entscheidung und die ChemCats zurück ins Oberhaus des Damenbasketballs. Ähnlich überraschend wie die erste Mannschaft, konnte auch das Team in der Regionalliga überzeugen. Das Erreichen der Aufstiegsrunde war der verdiente Lohn für die harte Arbeit über die Saison. Ein Novum erlebten die Spielerinnen der U 17, welche zum ersten Mal in einer eigenen Bundesliga antraten. Als das mit Abstand jüngste Team der WNBL Gruppe Mitte mussten die jungen Damen um Trainerin Simone Koch hart gegen den Abstieg kämpfen. Mit viel Einsatz konnten die Nachwuchskatzen die Abstiegsrunde meistern und sicherten so dem Verein eine weitere Saison in der Nachwuchsbundesliga.
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25. Mai 2009 Der Verein "Basketball 4 Girls Chemnitz e. V." wird gegründet.
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Saison 2008/2009 Mit einem fast komplett neuen Team geht es für Trainer Raoul Scheidhauer in die wohl spektakulärste Saison, die die 1. DBBL wohl jemals erlebt hat. In einer nie dagewesenen Ausgeglichenheit in er Liga musste jedes Wochenende mit einer neuen Überraschung gerechnet werden. Daran beteiligten sich auch die ChemCats, die vor der Saison als erster Absteiger gehandelt wurden. So konnte das Überfliegerteam der Saison, die Halle Lions, in heimischer Halle besiegt werden. Am Ende reichte es allerdings nur zu Platz 11, welcher den sportlichen Abstieg aus Liga 1 bedeutet. Vor dem Gang in die 2. DBBL sollte man noch für eine faustdicke Überraschung sorgen. Im Final Four um den Deutschen Pokal konnte Oberhausen in der eigenen Halle besiegt werden. Die spätere Niederlage im Finale gegen die Saarlouis Royals konnte die Freude über den Vizetitel nur wenig trüben. Die U14 der Basketgirls erreicht erneut das Finale der Deutschen Meisterschaft. Nach der Halbfinalniederlage gegen Essen konnten sich die Mädels um Trainerin Simone Koch letztendlich den dritten Platz sichern.
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Saison 2007/2008 Erster Umbruch. Nach nur einem Jahr Gastspiel verlässt Eszter Csontos das Team. Auch Kelley Berglund geht diesmal endgültig aus Chemnitz weg. Romy Bär sucht eine neue sportliche Herausforderung. Sie wechselt zu den Saarlouis Royals, um mit ihnen in diesem Jahr den DBBL-Pokal zu gewinnen und deutscher Vizemeister zu werden. Coach Scheidhauer und sein Co-Trainer Andreas Oehm müssen ein komplett neues Team aufbauen. Der Start der Saison verläuft sensationell. In den ersten sechs Spielen verlassen die Scheidhauer-Schützlinge fünf Mal das Parkett als Sieger. Zudem scheitern sie in der ersten Runde an Abonnentenmeister TSV 1880 Wasserburg mit 86:92. Was danach folgt, ist einfach unerklärlich. 98 Tage können die Chemnitzerinnen einfach nicht gewinnen. Nach einem 80:60 beim Aufsteiger Herne ist die Leidenszeit beendet. Dennoch verpassen die Mädels knapp die Playoffs. Die U14 der Basketgirls qualifizieren sich überraschend für das Finale der Deutschen Meisterschaft und belegen am Ende einen hervorragenden vierten Platz.
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Saison 2006/2007 Erste Saison im Oberhaus. Vor der Saison verpflichten die ChemCats die ungarische Nationalspielerin Eszter Csontos. Kelley Berglund kehrt dagegen der sportlichen Heimat Chemnitz den Rücken mit dem Ziel Spanien, um ein halbes Jahr später zurückzukehren. Der Auftakt in die neue Liga verläuft holprig. Mit 57:79 verliert die Mannschaft von Trainer Raoul Scheidhauer in Oberhausen. Auch Freitag der 13. Oktober sollte kein Glückstag für die „Katzen“ werden. Gegen die Eisvögel des USC Freiburg setzt es eine denkbar knappe 72:77 Niederlage in der heimischen Schloßteichhalle. Die Wende schaffen die Scheidhauer-Schützlinge gegen Leipzig. Zu Hause bezwingen die Cats den Rivalen aus Sachsen mit 83:67. Haarscharf verpassen die Chemnitzerinnen die Playoffs nach einem 71:73 gegen Göttingen und müssen in die Abstiegsrunde. Gegen eben jene Göttingerinnen gelingt den Sächsinnen ein 69:68 Sieg, der gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt ist. Im DBBL-Pokal ist nach einem 81:65 in Oberhausen Endstation. Die Basketgirls erhalten das „Grüne Band“, eine bundesweite Auszeichnung für Talenteförderung. Dieses wird seit 21 Jahren in Zusammenarbeit des Deutschen Olympischen Sportbunds und der Dresdner Bank für vorbildliche Talenteförderung im Verein verliehen.
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Saison 2005/2006 „Auf der Suche nach Gegnern“ Cats verzaubern ihre Anhänger und finden in Hans Klok ihren Meister. Nach einjährigem Gastspiel kehren die ChemCats in die Südstaffel der 2. Bundesliga zurück. Mit Kelley Berglund (USA) und Alexandra Riecka können zwei absolute Stützen des Teams für die Zukunft verpflichtet werden. Als Ziel wird der Aufstieg ausgegeben. Die Chemnitzerinnen dominieren ihre Gegnerinnen nach Belieben. Es ist schnell zu erkennen, dass sie sich in diesem Jahr nur selbst stoppen können. Im Pokal ist nach Jena (91:62), Halle (97:70) erst in der vierten Runde Schluss. Gegner war kein geringerer als der Pokalsieger und Vizemeister BG Dorsten. Und selbst hier ziehen sich die Scheidhauer-Schützlinge mit 59:77 achtbar aus der Affäre. Kurz nach der Pause, als beide Teams nur zwei Zähler trennen, liegt eine Überraschung in der Schloßteichhallenluft. Doch am Ende haben die Westfalinnen die Nase vorn. Erst im Magier Hans Klok findet das Team ihren Meister. Der Illusionist sucht für seinen Auftritt am 1. Februar in der Chemnitzer Stadthalle eine Sportmannschaft, die er von der Bühne verschwinden lassen kann. Zum Leid ihrer Gegner tauchen die „Cats“ wenige Sekunden später in voller Stärke wieder auf. Die Stärke bekommt auch der Tabellenletzte Bamberg zu spüren. Mit 144:50 stellt man gleichzeitig einen neuen Vereinsrekord in einem Meisterschaftsspiel auf. Makellose Bilanz vor den beiden Finalspielen - 26 Spiele, 26 Siege. Gegner in beiden Endspielen ist die Mannschaft aus Mainz. In der heimischen Halle kann man nach einer schwachen ersten und einer starken zweiten Halbzeit mit 66:56 gewinnen - die halbe Aufstiegsmiete. Im Rückspiel feiern hundert mitgereiste Anhänger in der Karnevalshochburg den 71:63 Sieg und den damit verbundenen Aufstieg nach einer sensationellen Saison mit 28 Spielen und 28 Siegen.
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Saison 2004/2005 Die Saison beginnt mit einem Rückschlag. Trainer Van Orman lässt per E-mail verlauten, dass er dem Verein nicht mehr zur Verfügung stehe und ein Angebot in Amerika annehme. Nach reichlichen Überlegungen seitens des Präsidiums übernimmt Raoul Scheidhauer das Amt des Headcoaches. Die Cats treten das erste Mal in der Nordstaffel der 2. Bundesliga an und das mit großem Erfolg. Zwar müssen nach der ersten Pokalrunde beim DJK Würzburg denkbar knapp (68:67) bereits die Segel gestrichen werden, aber dafür wird die Liga aufgemischt. Erst Wolfenbüttel kann im Playoff-Halbfinale den um ein Jahr verfrühten Aufstieg stoppen. 72:84 geht das Hinspiel in Wolfenbüttel verloren und im Rückspiel setzten sich die Niedersächsinnen mit 63:73 durch. In der Regionalliga feiern die Basketgirls gegen Gotha beim 113:48 ihren bis dato höchsten Erfolg. Im Februar werden die „Chemnitzer Basketgirls e.V.“ erneut als sächsischer Talentestützpunkt ausgezeichnet. Zudem gehören die Nachwuchsspielerinnen Nadja Radschuhn, Jenny van Doorn und Marie Hruschka zu den „Talenten des Jahres“. Was eine gute Jugendarbeit wert ist, beweisen die U20 Damen beim Deutschlandfinale Ende Mai in Hofheim. Nach einem 91:84 (44:33) gegen den Gastgeber holten sie die dritte Goldmedaille bei einer Damen DM nach Sachsen.
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Saison 2003/2004 Die Übergangslösung Kretzschmar/Goldmann/Arndt auf der Trainerbank weicht der gewollten Dauerlösung Justin Van Orman. Der Amerikaner spielte für die Oregon State University, ehe er nach dem Studium als Co-Trainer an der Uni Texas in El Paso anheuert. An seine Seite wird der Chemnitzer Raoul Scheidhauer als Co-Trainer gestellt. Getreu nach dem Motto „Aller Anfang ist schwer“ müssen sich das Team und der Neu-Trainer erst aneinander gewöhnen. Im Pokal ist in der zweiten Runde gegen den TSV 1880 Wasserburg Schluss. Mit 63:78 (31:33) zieht man sich gegen den deutschen Vizemeister mit Anstand aus der Affäre. Doch während der Saison fängt sich das Team und kann mit fünf Siegen in Folge eine Serie starten. Erst Nördlingen stoppt den Höhenflug mit einem 63:70. Man sieht sich immer zwei Mal während einer Saison. Im Basketball hat man, dank der Playoffs, die Chance auf ein mehrmaliges Wiedersehen. Nach einem vierten Platz sehen sich die ChemCats dem Fünftplatzierten gegenüber. Und der hieß Nördlingen. Auswärts haben die bayrischen Mädels mit 65:81 keine Chance und im Rückspiel fertigt die Truppe Nördlingen mit 98:51 ab. Playoff-Halbfinale! Doch hier ist gegen Ludwigsburg Endstation. 71:77 und 64:72 lauten die Ergebnisse aus Chemnitzer Sicht. Währenddessen mischen die Basketgirls in der Regionalliga kräftig mit. Die 14- bis 15- Jährigen stellen mit Abstand das jüngste Team in der dritthöchsten Spielklasse unter Trainer Patrick Bär. In der U16-Meisterschaft wird die ersatzgeschwächte Jenaer Mannschaft mit einem 252:6 nach Hause geschickt.
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Saison 2002/2003 Mitte Juni trägt die Rettungsaktion der Basketballfreunde in Chemnitz Früchte. Die DBBL erteilt den Damen die Lizenz. Mit einem Minietat von knapp 30000 Euro bestreiten die ChemCats die Saison. Ab sofort gehen die „Katzen“ als Leistungsabteilung der Chemnitzer Basketgirls e.V. in der 2. Basketballbundesliga an den Start. Mit einem Durchschnittsalter von 18,2 Jahren sind sie das jüngste Team der Liga. Kücken ist Romy Bär mit 15 Jahren und älteste Spielerin Ines Herschel mit 21 Lenzen. Als Trainer fungieren Andreas Kretzschmar bei Heimspielen und das Duo Thomas Goldmann und Spielertrainerin Evelyn Arndt bei Auswärtspartien. Die ChemCats starten famos mit zwei Siegen, ehe es am dritten Spieltag die erste Niederlage gegen Schwabing (59:88) gibt. Trotz aller Skepsis können die „Jungspunde“ bereits im Dezember nach einem 94:82 den Klassenerhalt sichern. 27.11.2002: In der Richard-Hartmann-Halle findet das erste Mal ein Basketballländerspiel der deutschen Damen statt. In der Europameisterschaftsqualifikation empfingen Petra Gläser und Co. die Rumäninnen. Der BBV Leipzig soll in dieser Saison zum Spielverderber werden. Erst wechseln vor der Spielzeit Elena Hennig, Viola Kollten und Janet Kempe in die Messestadt, dann scheitern die Kretzschmar-Schützlinge in der zweiten Pokalrunde (68:94) am BBV und die Playoffs sind im Viertelfinale nach einem 68:94 beendet - wieder gegen Leipzig. Basketgirl Romy Bär spielt mit der U16-Auswahl die EM -Qualifikation in Türkei. Mit 94 Punkten in sieben Partien ist das Chemnitzer Talent die Topscorerin im Team.
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Saison 2001/2002 Dank eines Kooperationsvertrages mit der TU Chemnitz wird aus BV Chemnitz 99 jetzt BV TU Chemnitz 99. Und nicht nur der Name des Vereins hat sich verändert, sondern auch die Ambitionen. Trainer Maik Müller formuliert den Aufstieg als erklärtes Saisonziel. Dies sollte nicht der einzige Kooperationsvertrag in dieser Spielzeit bleiben. Auch zwischen den „Niners“ und den „Basketgirls“ wird festgelegt, dass Spielerinnen der „Basketgirls“ mit einer Doppellizenz in der 2. Bundesliga starten dürfen. So sammeln u.a. Romy Bär und Mandy Hänel, die gerade erst aus der Oberliga in die Regionalliga aufgestiegen sind, erste Erfahrungen in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Anfang September spielen die „Basketgirls“ ihr erstes Regionalligamatch gegen die TU Dresden und gewinnen sensationell mit 92:76. Im November gastiert Heidenheim in Chemnitz. Diesen Auftritt werden die Baden-Württembergerinnen wohl nicht so schnell vergessen. Mit 137:85 schießen Kapitän Kempe und Co. sie aus der Halle. Trainer Maik Müller: „In einem offiziellen Spiel war es sicher ein Rekord.“ Leider verfehlt man trotz solcher grandiosen Erfolge den sportlichen Aufstieg und Coach Müller nimmt seinen Hut. „Ich bin mit dem Ziel Aufstieg in die Saison gestartet. Das habe ich nicht geschafft und daraus ziehe ich jetzt Konsequenzen.“ 2. Mai 2002: In der Zeitung ist zu lesen, dass der „ BV TU Chemnitz 99“ sein Damenteam aus der zweiten Basketballbundesliga zurückzieht. Grund sind wieder einmal die „leeren Kassen“. Nur einer beispiellosen Rettungsaktion von Spielerinnen, Sponsoren und anderen Vereinen ist es zu verdanken, dass weiterhin Zweitliga-Damenbasketball in Chemnitz zu sehen ist. Dabei wäre der Aufstieg in Liga eins auch möglich, weil die BG Ludwigsburg sein Aufstiegsrecht nicht wahrnimmt. Im Mai 2002 wird die U16 der Basketgirls in Berlin Deutscher Meister. Mit Jana Heinrich, Romy Bär und Mandy Hänel schlägt man im Finale Titelverteidiger Nördlingen mit 76:72. Romy Bär ist mit 24 Punkten beste Scorerin.
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Saison 2000/2001 Die Spielzeit beginnt mit einem Schock. Das Präsidium des BV Chemnitz entschließt sich die Damen aus Liga eins in Liga zwei zurückzuziehen. Grund waren die „leeren Kassen“. Jens Grube übernimmt das Amt des Feuerwehrmanns, auch Trainer genannt. Er durfte sich nicht nur mit jungen Spielerinnen herumärgern, sondern auch mit dem neuen „amerikanischen System“ im Basketballsport. Die Spielzeit wird auf 4x 10 Minuten zerstückelt und die angreifende Mannschaft hat erstmals nur noch 24 Sekunden Zeit, um einen Korb zu erzielen. Mit Mandy Hänel beschäftigen die Chemnitzerinnen eine 14-Jährige, die wohl als jüngste Bundesligaspielerin in die Analen eingehen wird. Der Start ist hervorragend. Nach drei Spielen rangiert der BV Chemnitz 99 auf Rang eins der Tabelle. In der Rückrunde kriselt es im sportlichen Bereich. Sieben Niederlagen in Folge veranlassen Trainer Grube das Handtuch zu werfen. Sein Nachfolger steht mit Maik Müller in den Startlöchern und der macht mit einem 53:66 Sieg beim DJK Universa Bamberg das oberste Ziel, den Klassenerhalt, perfekt. Andreas Kretzschmar wird mit 36 Prozent der Stimmen zum Deutschen Jugendtrainer des Jahres gewählt und die Basketgirls stellen bei der Vorbereitung auf die EM-Qualifikation 28 Prozent des Deutschen Kaders in der Nationalmannschaft des Jahrgangs 1985. Mandy Hänel, Anja Mitschke, Susann Hepper, Franziska Frank sind 4 von 14 Spielerinnen aus den Reihen der Basketgirls. „Eine derartige Dominanz sächsischer Spielerinnen gab es noch nie.“ Die C- und B-Jugendmannschaften der Basketgirls werden in Halle deutscher Vizemeister.
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Saison 1999/2000 Der Tscheche Alois Brabec wird Cheftrainer der BV-Damen. Als Co steht ihm Jens Grube zur Seite. Die Saison endet mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Das weinende, weil Publikumsliebling Birgit Eckert die Basketballtöppen an den berühmten Nagel hängt und gegen Aschaffenburg ihr letztes Spiel im Dress der Chemnitzerinnen absolviert. Sie wechselt als Spielertrainerin nach Jena in die 2. Bundesliga. Gleichzeitig verlassen Eigengewächs Petra Gläser und Viola Kollten Sachsen Richtung USA. Das lachende Auge realisiert die abgelaufene Spielzeit, die mit Rang drei, der besten Platzierung (bis zum diesem Zeitpunkt) eines ostdeutschen Teams in der höchsten deutschen Spielklasse, beendet wird.
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9. Juli 1999 Der 1. Sächsische Mädchenbasketballverein „Chemnitzer Basketgirls e.V.“ wird gegründet und Andreas Kretzschmar wurde zum „Wahrsager“. „Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass einmal Teams über der Jugendklasse hinaus spielen.“ Die höchste Klasse, in der eine Jugend der Basketgirls antritt, ist die Oberliga. 1. Bundesliga wird immer noch unter dem Namen BV Chemnitz 99 gespielt.
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Saison 1998/1999 Der größte internationale Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Als Vierte waren die ChemCats für die Qualifikationsrunde des Ronchetti-Cups qualifiziert. Gegner waren am 16. September 1998 die Portugiesinnen von Povoa de Varzim. In der heimischen Schloßteichhalle gewinnt das Team mit ihrem holländischen Trainer Rob de Vries knapp nach einem Dreier in der Schlusssekunde 65:62. Das Ergebnis sollte für das Rückspiel in einer Woche nicht reichen. In der Nacht vom 22. auf den 23. September verliert man 25 Kilometer von der Hauptstadt Porto entfernt mit 54:63 (22:29). Folgende Spielerinnen sind bei der ersten und bisher einzigen Europapokalteilnahme dabei: Anja Sredl, Sandra Caroll, Ines Herschel, Viola Kollten, Janet Kempe, Birgit Eggert, Svetlana Martinova, Anett Sredl, Petra Gläser. Im Januar 1999 gewann die C-Jugend beim größten europäischen Nachwuchsturnier, den Lunda Spielen in Schweden. Im Finale konnte der dänische Vertreter Virum mit 15:11 geschlagen werden. Ein „Jahresauftakt mit Lust und Laune“, fand Trainerin Simone Koch die passenden Worte nach diesem Sieg. 17. Mai 1999: Der Nachwuchs der BG Chemnitz holt den Deutschen Meistertitel. Im Finale gewannen die 13- bis 14-Jährigen gegen die Berliner Vertretung Lichterfelde 72:58 in der heimischen Schloßteichhalle. Mit dieser Meisterschaft endet das Kapitel der BG Chemnitz und ein neues, unter dem Namen BV Chemnitz 99 wird geschrieben. Die beiden Stadtvereine BG und Lok Chemnitz schließen sich zu eben diesem Verein zusammen. Aber das bringt keine personellen Veränderungen für die BG-Damen, weil Lok keine Damenabteilung hatte.
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Saison 1997/1998 Ihren bis dato größten nationalen Erfolg feiern die BG-Damen am 22. Februar 1998 mit dem Sieg über Vizemeister Aschaffenburg (70:58) und dem Playoff - Halbfinaleinzug. Doch hier scheitern die Chemnitzerinnen am deutschen Meister BTV Wuppertal. Am Ende sichern sie sich den vierten Platz in der 1. Bundesliga.
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Saison 1996/1997 In dieser Saison sichern sich die Cats die Dienste Birgit Eggerts von Wemex/BBC Berlin. Die Verdienste der 29-Jährigen hängen eng mit den größten Erfolgen des Chemnitzer Damenbasketballs zusammen. Eggert ist die erste Nationalspielerin, die für eine EM-Endrunde nominiert wird. Im Sommer 1997 holt die DDR-Rekordnationalspielerin mit dem deutschen Team bei der EM in Ungarn die Bronzemedaille.
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Saison 1995/1996 In der dritten Zweitligasaison 1995/1996 schaffen die Spielerinnen um die Personifikation des Chemnitzer Damenbasketballs, Trainer Andreas Kretzschmar, den Aufstieg in die 1. Bundesliga.
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Die „ChemCats“ gründen sich Anfang der 90er aus den Vereinen ITVK und Ascota Chemnitz. Sie werden zum Markenzeichen des Chemnitzer Damenbasketballs und beginnen als Ballsport Gemeinschaft (BG) Chemnitz einen steilen Aufstieg aus der Oberliga über die Regionalliga und die 2. Bundesliga bis in die 1. Bundesliga.
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Zusammenschrift von T. v. Doorn aus dem Archiv der Freien Presse
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