Am Doppelspielwochenende gab es für das Team von Amanda Davidson nichts zu holen. Beim Heimspielauftakt gegen den Herner TC verloren die Chemnitzerinnen am Ende mit 63:83. Das Auswärtsspiel beim TSV Wasserburg ging erwartungsgemäß verloren, in der Höhe von 48:85 allerdings unnötig.

 

Bevor es in der Chemnitzer Schloßteichhalle zum ersten Sprungball kam wurde es erst einmal emotional. Ex-ChemCats- und Nationalmannschaftskapitän wurde von ihrer aktiven Karriere mit stehenden Ovationen verabschiedet. In einer kleinen Präsentation konnten die Zuschauer noch einmal die Stationen der Ausnahmespielerin verfolgen. „Wir sind stolz, Tina in unseren Reihen gehabt zu haben und wissen ihren Einsatz absolut zu schätzen. Wir wünschen Tina für ihren weiteren beruflichen und privaten Weg alles Gute. Zum Glück bleibt sie durch ihre Arbeit bei der Messegesellschaft Chemnitz erhalten“, so Cats-Präsident Andreas Wagner mit einem Augenzwinkern.
Auf dem Feld nutzen die ChemCats die positiven Emotionen und wussten im ersten Viertel gegen den Favoriten aus Herne zu überraschen. In Angriff und Verteidigung lief es in den ersten zehn Minuten nach Plan. Die Gäste konnten sich nicht entfalten, hinzu kam, dass Sonja Greinacher bereits früh Foulprobleme hatte und auf der Bank Platz nehmen musste und selbst spielte man konzentriert bis zum Korbabschluss. So ging das erste Viertel mit 22:15 an die Katzen. Auch nach der Viertelpause setzte sich das konsequente Spiel der Cats zunächst noch fort. Allerdings brachten zwei verunglückte Schnellangriffe das Team dann völlig aus dem Konzept, merklich ging ein Bruch durchs Spiel der Sächsinnen. Das Team von Marek Piotrowski verkürzte nicht nur den Rückstand, sondern glich aus und ging wenige Sekunden später in Führung. Die Halbzeitpause stoppte den Lauf des HTC. So ging es mit einem 40:44 in die Kabinen. Pause genau zur rechten Zeit werden sich auch viele Zuschauer gedacht haben. Durchatmen, die letzten Minuten abschütteln und noch einmal angreifen. Doch es kam anders. Die ChemCats blieben verunsichert und so häuften sich die Fehler. Nur acht Punkte gelangen im gesamten dritten Viertel, Herne hingegen erzielte 24. Damit war die Partie bereits vor dem Schlußviertel entschieden, zu groß die Bürde von 20 Punkten Rückstand. Das letzte Viertel verlief dann noch einmal relativ ausgeglichen, so änderte sich am Rückstand nichts weiter. Mit 63:83 müssen sich die Katzen beim Heimspielauftakt geschlagen geben.
Nach nur einem Tag Pause ging es für den ChemCats-Tross auf die Reise nach Bayern. Beim haushohen Ligafavoriten Wasserburg, welcher bereits in den ersten beiden Spielen der Planet Cards DBBL die Gegner nach Belieben dominierte, konnten die Cats nur im ersten Viertel Paroli bieten. Mit guter Verteidigung machten es die Katzen den Gastgeberinnen schwer und gestalteten die ersten zehn Minuten relativ ausgeglichen. In der Folge allerdings setzte sich die individuelle Klasse des Titelverteidigers durch. Insbesondere im dritten Viertel war das Team von Amanda Davidson chancenlos. Erneut waren es viele ungezwungene Fehler, die die Chemnitzerinnen aus dem Rhythmus brachten. Für Wasserburg war der 48:85-Erfolg der dritte Sieg in Folge und das mit immer mindestens 30 Punkten Differenz. Neben der Niederlage trifft die Verletzung von Kapitän Sara Halasz die Cats hart. Noch in der Nacht ging es nach der Rückkehr aus Wasserburg in die Notaufnahme. Die Diagnose steht noch aus.

ChemCats – Herne 63:83 (40:44)
Cursaru (3), Koop (7), Böhmke (6), Borchers (DNP), Peroche (6), Bejtic (5), Kluge (0), Halasz (11), Buck (14), Shields (11)

Wasserburg – ChemCats 85:48 (33:19)
Bejtic (2), Böhmke (5), Borchers (0), Buck (4), Cursaru (0), Halasz (14), Kluge (2), Koop (13), Peroche (7), Shields (1).

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