Viel vorgenommen hatten sich die ChemCats zum Heimspiel am achten Spieltag der 1. Planet Cards DBBL. Gegen die Gäste des BC Pharmaserv Marburg wollte man an die Verteidigungsleistungen aus dem Oberhausen-Spiel anknüpfen und von Beginn an den Gegner unter Druck setzen. Allerdings ist es bereits im ersten Viertel zum Großteil nur bei einem Vorhaben geblieben. Die Blue Dolphins verschafften sich bereits nach den ersten zehn, relativ punktearmen, Minuten mit dem Stand von 12:15 ein kleines Polster. Bereits im zweiten Viertel sollte das Unheil seinen Lauf nehmen. Nachlässigkeiten in der Verteidigung und fehlendes Zusammenspiel ermöglichten es dem Team Von Patrick Unger immer wieder freie Würfe zu nehmen. Insbesondere von jenseits der Dreipunktelinie zeigten sich die Gäste absolut treffsicher. Drei Dreier in kurzer Zeit ließen den Rückstand für die Sächsinnen in den zweistelligen Bereich ansteigen. Bis zur Halbzeit verwandelten die Gäste starke fünf Treffer bei acht Versuchen von jenseits des Perimeters. Einer davon rauschte kurz vor der Halbzeitpause noch durch die Reuse, sodass beim Stand von 24 zu 37 die Seiten gewechselt wurden. Wer jetzt dachte, dass die Katzen in der zweiten Halbzeit zulegen könnten und auf der anderen Seite die Trefferquote der Hessinnen sank, sah sich getäuscht. Auch im zweiten Spielabschnitt, insbesondere im dritten Viertel, wollte bei den Cats selbst aus ordentlich herausgespielten, freien Wurfpositionen der Ball nicht durch den Korb. Erschwerend hinzu kam, dass mit Lisa Koop die größte Spielerin der Katzen und zudem eifrigste Punktesammlerin der ersten Halbzeit mit Foulproblemen auf der Bank Platz nehmen musste. So gelangen dem Team von Amanda Davidson lediglich sechs Punkte, während die Gäste mit 19 Zählern im dritten Viertel ihren Vorsprung weiter ausbauten. Erst im letzten Spielabschnitt, als die Messen bereits gelesen waren, trafen auch die Gastgeberinnen den Korb wieder etwas besser. Der Sieg der Marburgerinnen geriet allerdings nie ansatzweise in Gefahr. Mit einer überragenden Trefferquote von der Dreipunktelinie, 11 von 17 Versuchen fanden den Weg in den Korb, und auch starken 45 Prozent Trefferquote aus dem Zweipunktebereich entführen die Blue Dolphins beim 48:79-Sieg die zwei Punkte aus der Schlossteichhalle.

Bereits am kommenden Samstag steht das nächste Heimspiel auf dem Programm, dann geht es gegen den Tabellenletzten aus Osnabrück. Dafür bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung, absoluter Einsatzbereitschaft und Konzentration über die vollen 40 Minuten.


ChemCats - Marburg 48:79 (24:37)
Cursaru (0), Borchers (DNP), Koop (10), Böhmke (0), Peroche (2), Bejtic (17), Kluge (0), Halasz (9), Buck (6), Ruffin (3), Shields (1).

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